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Re: Re: [RSL] Info3 "Hilfe bei Rückenschmerz"



Lieber Frank!

At 00:06 07.07.2004, you wrote:

Meiner Erfahrung nach handelt es sich bei > 90% aller Rückschmerzen um seelisch verursachte Störungen, auch wenn zugleich ein Bandscheibenvorfall vorliegt.

Meiner - auch der unmittelbar eigenen - Erfahrung nach auch.
Interessant ist allerdings, dass - trotzdem - bestimmte (vielleicht in jedem Fall individuell entsprechende) "konventionelle" medizinische Maßnahmen bisweilen den lang ersehnten Erfolg bringen. Da gibt es die Enzym-Fraktion, zu der sich mein Freund gerade gesellt (Wobenzym - erfolgreich!). Es gibt die Krankengymnastik-Fraktion, bei der ich seinerzeit mein Heil gefunden habe (übrigens trotz der Überzeugung, es mit einer psychosomatischen Verquickung zu tun zu haben; 6 Sitzungen HWS-Syndrom: nie wieder ernstliche Probleme gehabt). Es gibt die "Aspirin"-Fraktion (ja - auch in diesem Fall gibt's die; ich nehme dieses wundervolle Hausmittel ja nur prophylaktisch nach exzessivem Alkoholkonsum) usw. Es würde wirklich mal den Aufwand lohnen, dieses Phänomen näher zu untersuchen; es greift meiner Beobachtung und Ansicht nach auch noch auf ganz anderen Gebieten. Beispielsweise sind die unbestreitbaren Erfolge der Verhaltenstherapie in Sachen Angstneurosen eine nähere Betrachtung wert. Was passiert eigentlich _wirklich_, wenn man als Erwachsener quasi "an der Hand genommen" und durch eine Angstsituation begleitet wird? Wer behaupten will, der Umstand, dass man nachher angstfrei dasselbe auch - endlich - alleine tun kann, sei auf ein "Lernen" des "richtigen" Verhaltens und ein "Verlernen" des "Fehlverhaltens" zurückzuführen, hat m.E. den Schuss nicht gehört.

Herzlich,
Felix

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