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Re: [RSL] Klima (anderer Account)



Lieber Christian,

Der Versuch wäre es wert. Ich bin sehr gespannt, ob wir dann weniger aneinander vorbeireden.

Gruß, Reiner

Christian Grauer schrieb:
Lieber Reiner,

ich wollte Dir immer noch mal auf diese Mail antworten, aber ich komm
momentan nicht dazu. Also muss ich Dir das letzte Wort lassen
<zähneknirsch> ;-))) Vielleicht greifen wir das Thema mal bei
Gelegenheit in Gretchens Gärtchen oder wie das hieß wieder auf...

Viele Grüße,
Christian


Am 2. August 2009 12:03 schrieb Reiner Rudolph <reiner.rudolph@arcor.de>:
Lieber Christian,


Du verwendest Objektiv vollkommen anders als ich. Für mich wäre ein
Schachzug mit dem Turm auf der Diagonalen objektiv falsch, da es eine
Regel
gibt, die besagt, dass es Falsch ist.
Die Regel "gibt" es nicht, die ist eine Vereinbarung. Insofern hat das
nichts mit falsch zu tun, sondern mit Regelwidrigkeit. Über eine rote
Ampel zu fahren ist nicht falsch (im Sinne von Wahrheit), sondern
verboten.
Das ist ein Bild. Physiker vereinbaren das es "Energieerhaltung" gibt, nicht
weil sie einen Beweis hätten, aber weil alle diese Erfahrung in
verschidenster Form teilen. Die Physik ist in diesm Sinne ein Regelwerk,
menschengemacht. Verschiedene Regeln werden als verschieden "fest"
wahrgenommen. Anhand dieser Regeln, kann man zunächst Feststellen, ob eine
Publikation im Sinne dieser Regeln objektiv ist. Mann kann unter umständen
auch darauf stoßen, dass man eine Regel ändern möchte ect.
Eine einigermaßen konsensfähige Beschreibung von "objektiv" ist
vielleicht ungefähr so:  Objektiv ist die Beschreibung eines
Sachverhaltes, die in ihrem Inhalt unabhängig vom Subjekt des
Beschreibens und dem Beschreiben selbst ist.
So gut es eben geht, wäre in meinem Sinne ein Physiker objektiver, als ein
nichtphysiker (wenn es um Physik geht) weil er die Beschreibungen der
anderen versteht, und damit überhaupt in der Lage ist, zu beurteilen ob es
nur seine eigene, oder auch die Beobachtung von anderen ist.
Nun, Das hatten wir alle schon bei der Frage, warum Felix die Treppe
verwendet. Theoretisch versteh ich diesen Ansatz, aber genau bei der
bedeutung für die Praxis, kann ich nicht erkenn was das helfen soll.
Bitte
beschreibe mal, welche Kriterien da in diesem konkreten Fall für Dich in
Frage kommen und in wie weit sie als Handlungsgrundlage für politische
Entscheidungen besser Taugen. Vielleicht verstehe ich am konkregen
Beispiel
besser was Du meinst. Wenn Du in Regierungsverantwortung wärst, auf wen
würdest Du hören und warum.
Das sind schon wieder solche Suggestivfragen...
Naja, man kann eben lange Philosophieren, aber was macht man wenns praktisch
wird? Dieser Frage weichst Du eben konsequent aus. Ich habe den Eindruck,
Deine Einwände, sind hoch Theoretisch, und als solche für mich absolut
gerechtfertigt. Ich Stimme da ausdrücklich zu, nichts ist "objektiv Wahreit"
aber  diese Begriffe verwende ja nicht ich. Ich vermute wir sind uns
letztlich einig. Es gibt ein paar Fakten, basirend darauf gibt es
spekulationen über die Zukunft, wissen im Sinne von "Wahrheit" tut niemand
was, der Rest ist ein Tradeoff: wie viel Risiko will man für welchen Gewinn
eingehen. Da haben wir vielleicht differenzen.


beliebigen Studien Anfertigen, bekommt damit aber keinen Platz in
seriösen
Fachzeitschriften. Also: alles Bestens.
Das könnte man auch genau anders herum interpretieren. Exxon kann zwar

Das liegt aber nicht an den Studien, sondern am Namen des Auftraggebers.
Nein, das liegt an der objektivietät wie oben beschrieben.
Ein wissenschaftlicher
Paradigmenwechsel ist nicht nötig, aber Wissenschaftskritik.
Ok, das ist immer wichtig, aber erstens muss man überlegen wo man gerade
Steht, ob es gerade noch Sinnvoll ist, mit Fundamentalkitik die
Gravitation
anzuzweifeln oder halt doch lieber die Treppe zu benutzen.
Exakt. Und genau von dieser Situation sind wir in der Klimafrage
Lichtjahre entfernt!

Es gibt abstufungen...
Zweitens ist das nicht das was Exxon undAchGut tun, oder auch nur im
entferntesten vorhaben.
Doch, es wirkt so. Die Motive sind ggf. andere. Aber mich interessiert
das Ergebnis, nicht die Motive.
Wer immer und immer wieder auf der Sonnenaktivität herumreitet, der betreibt
keine Wissenschaftskritik in Deinem Sinne, sondern tumbe agitation.

Gruß, Reiner

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Rudolf Steiner Liste
http://www.equisetum.de/rudolf-steiner/






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